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Jede grossartige Abschlussarbeit beginnt mit einer starken Einleitung: Tipps für Studierende

Eine überzeugende Einleitung legt den Grundstein für deine gesamte Abschlussarbeit. Es führt deine Leser:innen ein, macht deinen Forschungsschwerpunkt klar und zeigt, warum dein Thema relevant ist. Dieser Leitfaden begleitet dich durch alle wesentlichen Schritte, damit du eine Einleitung schreibst, die von Anfang an überzeugt.
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Kernaussagen: Deine Einleitung ist der erste Eindruck deiner Abschlussarbeit. Sie sollte dein Thema in den passenden Kontext einordnen, das Forschungsproblem darlegen, deinen Forschungsfokus und -umfang klar definieren, die Relevanz und Bedeutung deiner Arbeit erläutern, deine zentralen Fragestellungen und Ziele benennen und einen Überblick über den Aufbau deiner Arbeit geben – und das alles auf eine Weise, die deine Leser:innen motiviert, weiterzulesen. 

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

„Der Anfang ist der wichtigste Teil der Arbeit"

 Plato, ca. 375 v. Chr., Der Staat, Buch II, 377b

Platons Beobachtung ist nicht nur für die Philosophie relevant, sondern auch für das wissenschaftliche Schreiben. In einer Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit – ebenso wie in einer CAS-, DAS-, MAS- oder MBA-Arbeit – ist die Einleitung weit mehr als eine formale Pflicht oder eine kurze Vorschau auf den Inhalt. Sie ist das Kapitel, das den Rahmen für die gesamte Arbeit setzt: Sie beeinflusst, wie deine Forschung verstanden wird – und oft auch, ob sie von Anfang an mit Vertrauen oder mit Skepsis gelesen wird. 

Eine starke Einleitung geht weit über die reine Beschreibung dessen hinaus, was du tun wirst oder bereits getan hast. Bei Delta Lektorat sehen wir regelmässig hervorragend recherchierte Arbeiten, deren Wirkung durch zu allgemeine, unklar strukturierte oder nicht auf die fertige Arbeit abgestimmte Einleitungen deutlich geschwächt wird. Dieser Leitfaden bündelt unsere wissenschaftliche Erfahrung in einem praxisnahen Rahmen und zeigt dir, wie du eine Einleitung schreibst, die klar, überzeugend und wissenschaftlich fundiert ist. Am Ende dieses Artikels weisst du, welche typischen Fallstricke du vermeiden solltest – und wie du den Einstieg in deine Arbeit so gestaltest, dass er dein gesamtes Projekt gezielt unterstützt. 

Die Einleitung schreiben: Zentrale Elemente und typische Fallstricke

Bevor du mit dem Schreiben deiner Einleitung beginnst, hilft folgende Perspektive: Die Einleitung beantwortet die Frage: „Warum ist diese Forschung wichtig, und was wirst du als Leser:in daraus lernen?” 

Ein überzeugendes Einleitungskapitel umfasst die folgenden zentralen Elemente:

    • Thema und Kontext einordnen: Stelle das Themenfeld vor und verorte es im fachlichen, gesellschaftlichen oder praktischen Zusammenhang.
    • Relevanz und Bedeutung erklären: Zeige auf, warum das Thema relevant ist und weshalb eine vertiefte Auseinandersetzung sinnvoll ist.
    • Problemstellung präzisieren: Benenne klar das konkrete Problem, die Unsicherheit oder die Forschungslücke, aus der sich die Arbeit ergibt.
    • Forschungsfokus festlegen und abgrenzen: Definiere, worauf sich die Untersuchung konzentriert und welche Aspekte bewusst ausgeklammert werden.
    • Forschungsfrage formulieren: Leite aus der Problemstellung eine präzise Forschungsfrage ab, die das zentrale Erkenntnisinteresse widerspiegelt.
    • Hypothesen formulieren (optional): Formuliere überprüfbare Annahmen, sofern ein hypothesenprüfender Ansatz verfolgt wird.
    • Zielsetzung darstellen: Beschreibe, welches Erkenntnisziel mit der Arbeit verfolgt wird und welchen Beitrag sie leisten soll.
    • Methodischen Ansatz skizzieren (optional): Gib einen kurzen Überblick über das methodische Vorgehen zur ersten Orientierung.
    • Aufbau der Arbeit erläutern: Stelle die Kapitel kurz vor und zeige, wie sie gemeinsam zur Beantwortung der Forschungsfrage beitragen.

Zusätzlich kann die Einleitung mit einem prägnanten ersten Satz oder einem passenden Zitat eröffnet werden, um die Leser:innen unmittelbar abzuholen. Entscheidend ist, diesen Gedanken im Fazit erneut aufzugreifen und die Arbeit so inhaltlich zu einer geschlossenen Klammer zu führen. 

Leser:innen von Anfang bis Ende fesseln: Strategie vom Einleitungskapitel bis zum Fazit 

Pro-Tipp: Starte die Einleitung mit einem passenden Zitat und greife diesen Gedanken im Fazit erneut auf 

Einleitung: „Politische Entscheidungen entfalten ihre grösste Wirkung dort, wo jene mitreden, die von ihnen am längsten betroffen sind“ (Quelle). 

Fazit: Die vorliegenden Ergebnisse unterstreichen, dass eine wirksame Klimapolitik langfristig nur gelingen kann, wenn junge Menschen – wie bereits eingangs betont – systematisch in politische Entscheidungsprozesse eingebunden werden. 

Am Ende solltest du unbedingt darauf achten, diese häufigen Fallstricke zu vermeiden: 

Do’s:
Don’ts:
• Nutze einen prägnanten Einstieg (z. B. Satz oder Zitat), um Interesse zu wecken.
• Ordne Thema und Kontext klar ein, damit Leser:innen wissen, worum es geht.
• Begründe die Relevanz deiner Forschung konkret und nachvollziehbar.
• Formuliere die Problemstellung präzise und leite daraus deine Forschungsfragen ab.
• Formuliere eine übergreifende Forschungsfrage und stelle die Zielsetzungen verständlich dar.
• Erläutere den Aufbau der Arbeit und zeige die innere Logik der Kapitel auf.
• Ein ausführliches Literaturreview in die Einleitung integrieren.
• Ergebnisse, Interpretationen oder Schlussfolgerungen vorwegnehmen.
• Zu viele Forschungsfragen und Ziele formulieren.
• Allgemeine Aussagen zur Bedeutung des Themas ohne Begründung machen.
• Einen zu breiten oder unstimmigen Fokus wählen.
• Die Einleitung unverändert lassen, obwohl sich Fokus oder Ergebnisse geändert haben.

Eine starke Einleitung ist mehr als eine Formalität. Sie steht für sorgfältiges Nachdenken, wissenschaftliche Strenge und eine klare Ausrichtung an den Zielen deiner Arbeit. Achte ausserdem immer darauf, dass deine Einleitung den spezifischen Vorgaben deiner Universität oder deines Fachbereichs entspricht. 

Nutze diese Checkliste, um sicherzugehen, dass deine Einleitung alles Wichtige abdeckt:

Checkliste für deine Einleitung

Warum viele Forschende die Einleitung zuletzt schreiben

Obwohl die Einleitung am Anfang der Arbeit steht, schreiben sie viele erfahrene Forschende erst am Schluss. Das ist keine Prokrastination, sondern Strategie. Sobald Analyse, Ergebnisse und Diskussion abgeschlossen sind, hast du ein präzises Verständnis davon, 

    • welchen Beitrag deine Studie leistet, 
    • wie eng oder weit gefasst dein Untersuchungsumfang ist, 
    • welche Forschungsfragen zentral waren und welche eine untergeordnete Rolle gespielt haben. 

 Die Einleitung in dieser Phase zu schreiben, ermöglicht es dir, deine Arbeit präzise und selbstbewusst darzustellen. Aus redaktioneller Perspektive begegnet Delta Lektorat häufig Einleitungen, die nicht mehr zur finalen Fassung der Arbeit passen. Forschungsfragen verschieben sich, Methoden entwickeln sich weiter und Schlussfolgerungen werden geschärft – die Einleitung bleibt jedoch unverändert. Wir raten Studierenden daher dringend, die Einleitung als letzten Schritt noch einmal gezielt zu überarbeiten, um inhaltliche Stimmigkeit sicherzustellen. Wenn Schreibblockaden oder Perfektionismus ein Thema ist, kann es dennoch hilfreich sein, früh eine vorläufige Einleitung zu entwerfen. Sei dir dann aber bewusst, dass du sie später allenfalls neu schreiben oder deutlich überarbeiten musst, sobald deine Arbeit vollständig abgeschlossen ist. 

Erster und letzter Eindruck: Die Bedeutung von Einleitung und Fazit 

Pro-Tipp: Die Einleitung und das Fazit müssen zu 100 % sitzen.  

Unsere Erfahrung bei Delta Lektorat zeigt, dass viele Dozierende insbesondere den Kapiteln Einleitung und Fazit besondere Aufmerksamkeit schenken.

Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Beispiel

Eine überzeugende Einleitung folgt keiner zufälligen Abfolge, sondern einer klaren inneren Logik. Die folgende Übersicht zeigt, wie sich die zentralen Elemente einer Einleitung didaktisch sinnvoll in drei aufeinander aufbauende Schritte gliedern lassen. Eine detaillierte Übersicht findest du im Anhang dieses Artikels. 

Schritte Inhaltliche Elemente Zweck
Schritt 1:
Ausgangslage klären

Leitfrage: Warum?
  • Thema und Kontext einordnen
  • Relevanz und Bedeutung erklären
  • Problemstellung präzisieren
  • Forschungsfokus festlegen und abgrenzen
Gemeinsamen Bezugsrahmen schaffen und die Notwendigkeit der Arbeit begründen.
Schritt 2:
Forschungsfrage und Zielsetzung aufzeigen

Leitfrage: Was?
  • Forschungsfrage formulieren
  • ggf. Hypothesen formulieren
  • Zielsetzung darstellen
Klar machen, was genau untersucht wird und welches Ziel verfolgt wird.
Schritt 3:
Vorgehen und Struktur transparent machen

Leitfrage: Wie?
  • Methodischen Ansatz skizzieren (je nach Hochschule optional)
  • Aufbau der Arbeit erläutern
Orientierung über Umsetzung, Vorgehen und innere Logik der Arbeit geben.

Bereit, ein konkretes Beispiel zu sehen? Nachfolgend ein beispielhafter Ablauf, der alle Schritte natürlich integriert (stark gekürzt zur Veranschaulichung): 

Konkretes Beispiel für eine Einleitung 

[Schritt 1: Ausgangslage klären (Warum?)] 

Thema und Kontext einordnen 

„Politische Entscheidungen entfalten ihre grösste Wirkung dort, wo jene mitreden, die von ihnen am längsten betroffen sind“ (Quelle). 

Schulstreiks, Klimademonstrationen und politische Forderungen junger Menschen prägen seit einigen Jahren die öffentliche Debatte. Damit rückt zunehmend die Frage in den Fokus, welche Rolle Jugendliche in politischen Entscheidungsprozessen tatsächlich einnehmen – insbesondere im Bereich der Klimapolitik. Junge Menschen treten dabei immer häufiger als aktive Akteur:innen in öffentlichen Umweltdebatten auf und fordern Mitsprache in politischen Aushandlungsprozessen. 

Relevanz und Bedeutung erklären 

Angesichts der langfristigen Auswirkungen klimapolitischer Entscheidungen ist es sowohl gesellschaftlich als auch politisch relevant zu verstehen, wie junge Menschen diese Prozesse wahrnehmen und mitgestalten. Frühere Studien haben zwar Einstellungen Jugendlicher zum Klimawandel untersucht (Quelle), doch der konkrete Umgang mit politischen Massnahmen ist bislang wenig erforscht. 

Problemstellung präzisieren 

Es besteht somit eine Forschungslücke hinsichtlich der Frage, wie Jugendliche nicht nur über Klimapolitik denken, sondern wie sie konkret mit nationalen klimapolitischen Massnahmen interagieren. 

Forschungsfokus festlegen und abgrenzen 

Diese Arbeit konzentriert sich auf Schüler:innen in Deutschland und untersucht deren Wahrnehmung, Einstellungen und Formen des Engagements im Kontext der nationalen Klimapolitik. Internationale Vergleichsperspektiven werden dabei bewusst ausgeklammert. 

[Schritt 2: Forschungsfrage und Zielsetzung aufzeigen (Was?)] 

Forschungsfrage formulieren 

Vor diesem Hintergrund lässt sich die zentrale Forschungsfrage dieser Arbeit ableiten:
Wie engagieren sich Schüler:innen in Deutschland im Kontext der nationalen Klimapolitik? 

Zielsetzung darstellen 

Ziel der Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie Schüler:innen staatliche Klimamassnahmen wahrnehmen, welches Wissen sie darüber besitzen und in welchen Formen sie politisches Engagement zeigen. 

(Hypothesen werden in dieser Arbeit nicht formuliert, da ein explorativer Forschungsansatz gewählt wird.) 

[Schritt 3: Vorgehen und Struktur transparent machen (Wie?)] 

Methodischen Ansatz skizzieren 

Zur Beantwortung der Forschungsfrage wird ein Mixed-Methods-Ansatz gewählt, der eine standardisierte Umfrage mit leitfadengestützten Interviews kombiniert. 

Aufbau der Arbeit erläutern 

Die Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz der Untersuchung und formuliert die zentrale Forschungsfrage. Kapitel 2 gibt darauf aufbauend einen Überblick über den Forschungsstand zur Jugendbeteiligung in der Klimapolitik. Anschliessend beschreibt Kapitel 3 das methodische Vorgehen der Untersuchung. Kapitel 4 präsentiert die empirischen Ergebnisse, die in Kapitel 5 diskutiert werden. Kapitel 6 schliesst die Arbeit mit einem Fazit ab, das die zentralen Erkenntnisse zusammenfasst und einen Ausblick gibt. 

KI nutzen, um deine Einleitung schneller zu schreiben

Wir können KI in diesem Zusammenhang nicht aussen vorlassen, da KI-Tools dir helfen können, deine Gedanken zu strukturieren und klare, fokussierte Entwürfe zu erstellen. Hier ist ein einsatzbereiter KI-Mega-Prompt: 

Mega-Prompt für eine überzeugende Einleitung  

Ich schreibe das Einleitungskapitel meiner [Thesis/Dissertation] im Bereich [Fachgebiet]. Im Folgenden stelle ich Thema, Hintergrund bzw. Kontext, Forschungsfokus, Forschungsfrage, Zielsetzung, Methodik sowie eine Übersicht über den Aufbau der Arbeit zur Verfügung. Bitte verfasse auf dieser Grundlage einen kohärenten Entwurf für die Einleitung, der meine Forschung logisch herleitet, klar strukturiert darstellt und die lesende Person zum Weiterlesen motiviert. 

Anweisungen: 

Strukturiere die Einleitung entlang einer klaren inneren Logik (Warum – Was – Wie): 

 1. Ausgangslage klären (Warum?)

    • Ordne das Thema und den Kontext verständlich ein. 
    • Begründe die wissenschaftliche, gesellschaftliche oder praktische Relevanz der Studie. 
    • Präzisiere die zentrale Problemstellung oder Forschungslücke. 
    • Lege den Forschungsfokus fest und grenze den Untersuchungsumfang klar ab. 

 2. Forschungsfrage und Zielsetzung aufzeigen (Was?)

    • Formuliere eine präzise, übergeordnete Forschungsfrage (ggf. mit Unterfragen). 
    • Stelle die Zielsetzung der Arbeit klar dar. 
    • Formuliere Hypothesen nur, wenn ein hypothesenprüfender Ansatz verfolgt wird. 

 3. Vorgehen und Struktur transparent machen (Wie?)

    • Skizziere den methodischen Ansatz knapp und orientierend (je nach Hochschulvorgaben). 
    • Erläutere den Aufbau der Arbeit und zeige, wie die Kapitel logisch zur Beantwortung der Forschungsfrage beitragen. 

 Stilistische und inhaltliche Leitlinien 

    • Verwende eine klare, sachliche und wissenschaftliche Sprache. 
    • Vermeide es, Ergebnisse, Interpretationen oder Schlussfolgerungen vorwegzunehmen. 
    • Fasse Literatur nur kontextualisierend zusammen (kein Literaturreview). 
    • Optional: Beginne die Einleitung mit einem prägnanten ersten Satz oder einem thematisch passenden Zitat. 
    • Achte auf einen konsistenten Fokus, der zur finalen Arbeit passt. 

Hintergrundinformationen: 

[Füge hier Thema, Hintergrund/Kontext, Forschungsfokus, Forschungsfrage(n), Zielsetzung, Methodik und Aufbauübersicht ein.] 

Verschiedene KI-Tools können dich auf diesem Weg unterstützen. Claude, ChatGPT, Gemini und Perplexity bearbeiten diesen Prompt effektiv, jeweils mit unterschiedlichen Stärken. Denk daran: Der Prompt liefert dir einen Ausgangspunkt und Ideen, auf denen du aufbauen kannst, aber KI-Entwürfe sind nur Entwürfe. Deine Aufgabe ist es, die Absätze so zu überarbeiten, dass sie zu deiner Stimme und deinen Ergebnissen passen und wirklich deine Analyse widerspiegeln. Ausserdem müssen Studierende immer die Vorgaben der Universität und ethische Standards einhalten, KI verantwortungsvoll nutzen und korrekt zitieren – sie darf die eigene Arbeit nicht ersetzen.

Beim Einsatz von KI im akademischen Schreiben solltest du sicherstellen, dass dein Vorgehen den ethischen Erwartungen deines Fachgebiets entspricht. Beginne damit, die Richtlinien deiner Institution oder des Herausgebers zu prüfen, da die Regeln zur KI-Nutzung und Offenlegung stark variieren. Wenn eine Offenlegung erforderlich ist, gib klar an, dass KI beim Entwurf geholfen hat, und erkläre ihre Rolle. Bewahre die volle geistige Urheberschaft, indem du sicherstellst, dass alle Analysen, Interpretationen und endgültigen Aussagen dein eigenes kritisches Urteil widerspiegeln und nicht auf unüberprüften KI-Ergebnissen basieren.

Fazit

Die Einleitung deiner Abschlussarbeit ist der erste Eindruck, den deine Forschung vermittelt. Indem du Kontext, Fokus, Forschungsfrage, Zielsetzung und Aufbau klar und sorgfältig darstellst, schaffst du einen kohärenten Rahmen, der alle folgenden Kapitel trägt. Die bewusste Investition von Zeit und Sorgfalt in dieses Kapitel sorgt dafür, dass deine Arbeit klar, selbstbewusst und mit der nötigen wissenschaftlichen Ernsthaftigkeit gelesen wird. 

Damit eine Abschlussarbeit wirklich überzeugt, ist die Einleitung nur ein Teil des Ganzen. Zusätzliche Wirkung entfaltet deine Arbeit vor allem dann, wenn auch die Kapitel Diskussion und Fazit klar strukturiert und überzeugend ausgearbeitet sind. Unsere Leitfäden zum Schreiben eines Diskussionskapitels und zum Verfassen eines wirkungsvollen Fazits bieten praxisnahe, schrittweise Anleitungen, um deine Forschung schlüssig zusammenzuführen. 

Bei Delta Lektorat begleiten wir Studierende in allen Phasen des Schreibprozesses. Unser Team unterstützt dich mit individuellem Feedback, um jedes Kapitel gezielt zu stärken und dabei Klarheit, Konsistenz und die Einhaltung wissenschaftlicher Standards sicherzustellen. Buche ein Coaching oder reiche hier deine Abschlussarbeit ein, um von professionellem Lektorat und Korrekturlesen zu profitieren.

Anhang

Schritt Inhaltliche Elemente Zweck
Schritt 1:
Ausgangslage klären

Leitfrage: Warum?
  • Thema und Kontext einordnen: Stelle das Themenfeld vor und verorte es im fachlichen, gesellschaftlichen oder praktischen Zusammenhang, sodass Leser:innen einen gemeinsamen Ausgangspunkt haben.
  • Relevanz und Bedeutung erklären: Zeige auf, warum das Thema wissenschaftlich, gesellschaftlich oder praktisch bedeutsam ist und weshalb sich eine vertiefte Auseinandersetzung lohnt. Einige Hochschulen erwarten die Integration einer persönlichen Motivation.
  • Problemstellung präzisieren: Formuliere klar, welches konkrete Problem, welche Unsicherheit oder welche Forschungslücke aus dem beschriebenen Kontext hervorgeht.
  • Forschungsfokus festlegen und abgrenzen: Definiere, worauf sich die Untersuchung konzentriert, und mache transparent, welche Aspekte bewusst nicht Teil der Arbeit sind.
Gemeinsamen Bezugsrahmen schaffen und die Notwendigkeit der Arbeit begründen.
Schritt 2:
Forschungsfrage und Zielsetzung aufzeigen

Leitfrage: Was?
  • Forschungsfrage formulieren: Leite aus der Problemstellung eine präzise Forschungsfrage ab, die das zentrale Erkenntnisinteresse der Arbeit klar benennt.
  • Hypothesen formulieren (optional): Leite bei hypothesenprüfenden Arbeiten überprüfbare Annahmen ab, die im Verlauf der Arbeit untersucht werden sollen.
  • Zielsetzung darstellen: Beschreibe, welches Erkenntnisziel mit der Beantwortung der Forschungsfrage verfolgt wird und welchen Beitrag die Arbeit leisten möchte.
Klar machen, was genau untersucht wird und welches Ziel verfolgt wird.
Schritt 3:
Vorgehen und Struktur transparent machen

Leitfrage: Wie?
  • Methodischen Ansatz skizzieren (optional): Gib einen kurzen Überblick über das gewählte methodische Vorgehen, ohne methodische Details vorwegzunehmen, um erste Orientierung zu bieten.
  • Aufbau der Arbeit erläutern: Stelle die einzelnen Kapitel kurz vor und erkläre, wie sie logisch aufeinander aufbauen und gemeinsam zur Beantwortung der Forschungsfrage beitragen.
Orientierung über Umsetzung, Vorgehen und innere Logik der Arbeit geben.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Es gibt keine festgelegte Länge für die Einleitung. In der Praxis umfasst sie meist etwa 5–10 % der gesamten Arbeit. Das hängt immer vom Fachgebiet und der Art der Arbeit ab. Priorisiere Klarheit, Fokus und Vollständigkeit über eine strikte Seitenanzahl und orientiere dich an den Vorgaben deiner Universität oder Hochschule.

Ja, aber beschränke dich auf zentrale Werke, die den Kontext darstellen, deine Forschung begründen oder die Relevanz deines Themas zeigen. Detaillierte Literaturübersichten und umfangreiche Referenzen gehören nicht in die Einleitung.

Nein. Die Einleitung soll deine Forschung einordnen, ihren Zweck erklären und die Ziele skizzieren – Ergebnisse gehören nicht hierher. Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn deine Hochschule dies ausdrücklich verlangt.

Nur kurz. Gib einen prägnanten Überblick, um deinen Forschungsansatz einzuordnen. Ausführliche methodische Beschreibungen gehören ins Methoden-Kapitel.

Lektor:innen konzentrieren sich in der Einleitung meist auf drei zentrale Punkte: 

1) Aufmerksamkeit: Weckt der Einstieg Interesse und führt klar ins Thema ein? 

2) Klarheit: Werden Forschungsfrage, Fokus und Untersuchungsumfang verständlich und präzise vermittelt? 

3) Logische Herleitung: Begründet die Einleitung die Notwendigkeit der Studie durch eine nachvollziehbar dargestellte Forschungslücke?

Für zusätzliche Unterstützung nutze die Lektorats- und Korrekturservices von Delta Lektorat oder die Ressourcen deines Schreibzentrums an der Universität, die oft Vorlagen, Checklisten und Beispiele bereitstellen.

Offenlegung: Dieser Artikel wurde von menschlichen Mitwirkenden erstellt. Generative KI-Tools wurden verwendet, um das Brainstorming, die Sprachverfeinerung und die strukturelle Bearbeitung zu unterstützen. Alle endgültigen Entscheidungen über Inhalte, Empfehlungen und akademische Erkenntnisse spiegeln das menschliche Urteilsvermögen und die Expertise wider. 

Referenzen

Dietrichs, I. (2018). Academic writing in a Swiss university context. Pressbooks Hochschule Luzern. https://ebooks.hslu.ch/academicwriting/chapter/conclusion-recommendations/  

Harvard College Writing Center. (n.d.). Introductions. Harvard University, Faculty of Arts and Sciences. https://writingcenter.fas.harvard.edu/introductions 

Plato. (ca. 375 B.C.E.). The Republic (B. Jowett, Trans.). MIT Classics. http://classics.mit.edu/Plato/republic.html  

Swales, J. M., & Feak, C. B. (2012). Academic writing for graduate students: Essential tasks and skills (3rd ed.). University of Michigan Press. 

Dea ist Senior Researcherin und unterstützt Studierende dabei, sich sicher in der akademischen Welt zu bewegen. Sie erforscht, wie künstliche Intelligenz (KI) das wissenschaftliche Schreiben, Forschen und Lernen bereichern kann. Als Head of Partnerships bei Delta Lektorat leitet sie Kooperationen mit Universitäten, um akademische Exzellenz mit digitalen Innovationen zu verbinden. 

Bild von Dr. Meriton Ceka
Dr. Meriton Ceka

Meriton ist wissenschaftlicher Autor, Dozent und Forscher mit langjähriger Erfahrung in der Begleitung akademischer Arbeiten. Er unterstützt Studierende und Forschende beim strukturierten, klaren und überzeugenden Schreiben. Als Gründer von Delta Lektorat arbeitet er eng mit Hochschulen zusammen und fördert akademische Exzellenz durch professionelles Feedback und methodische Klarheit. 

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