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So schreibst du deine Forschungsstand: Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Beispielen

Eine starker Forschungsstand ist keine Liste von Zusammenfassungen. Es ist eine strukturierte Argumentation, die zeigt, was die Forschung zu deinem Thema sagt, wo sich Forschende einig sind oder widersprechen – und welche Lücke deine Arbeit schliesst. Dieser Guide führt dich durch die wichtigsten Elemente, typische Stolperfallen und eine praktische Schritt-für-Schritt-Struktur, die du für Bachelor-, Masterarbeiten und Dissertationen anpassen kannst.
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Kernaussagen: Deine Literaturrecherche ist das Fundament deiner Argumentation. Am effektivsten ist es, Quellen nach Themen zu ordnen, Forschung zu synthetisieren (also Verbindungen und Gegensätze herauszuarbeiten) und mit einer klaren Forschungslücke zu enden, die logisch zu deinem theoretischen Rahmen und deiner Methodik überleitet. Tools wie unsere herunterladbare Tabelle zur Quellenbewertung (in diesem Artikel) helfen dir, jede Studie systematisch zu beurteilen und zu planen, wie sie in deine Argumentation passt. So wird aus Lesen ein kohärentes, argumentationsgetriebenes Kapitel.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Der Forschungsstand ordnet die bisherige Forschung ein und zeigt, wie sich deine eigene Arbeit in den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs einfügt. Je nach Hochschule wird der Forschungsstand vor, nach oder gemeinsam mit dem theoretischen Rahmen behandelt. Während der theoretische Rahmen die relevanten Begriffe, Konzepte und Theorien erläutert, ordnet der Forschungsstand die bisherige Forschung kritisch ein, arbeitet Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Forschungslücken heraus und begründet so die Relevanz der eigenen Forschungsfrage. 

In einer Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit (genauso wie in einer CAS-, DAS-, MAS- oder MBA-Arbeit) signalisiert ein fundierter Forschungsstand akademische Reife: Du kannst Quellen bewerten, Muster erkennen, Forschungsergebnisse kritisch synthetisieren und daraus eine schlüssige Argumentation entwickeln. 

Bei Delta Lektorat sehen wir häufig Forschungsstände mit zahlreichen Zitaten, die sich trotzdem „schwach“ anfühlen – weil sie die entscheidende Frage nicht beantworten: Was zeigt die bisherige Forschung insgesamt, wo bestehen Widersprüche oder Forschungslücken und warum ist die eigene Arbeit relevant? Dieser Guide bündelt unsere Erfahrung in einem praxisnahen Framework, mit dem du einen Forschungsstand entwickelst, der klar strukturiert, kritisch reflektiert und mit wissenschaftlichen Standards vereinbar ist.

Bevor du schreibst: Bewerte deine Quellen (mit Delta-Lektorat-Template)

Bevor du deinen Forschungsstand verfasst, solltest du bereits eine sorgfältige Literaturrecherche durchgeführt und die gefundenen Quellen hinsichtlich ihrer Relevanz, Qualität und Aussagekraft bewertet haben. Dabei geht es nicht um eine systematische Literaturrecherche als eigenständige Forschungsmethode, sondern um die fundierte Auswahl wissenschaftlicher Literatur, die deine Forschungsfrage beantwortet. Ist die Quellenauswahl wenig überzeugend, bleibt auch ein gut strukturierter Forschungsstand inhaltlich schwach. Bevor du eine Studie in deinen Forschungsstand aufnimmst, solltest du beispielsweise folgende Fragen prüfen: 

    • Analytischer Fokus: Welche Forschungsfragen oder Probleme behandeln die ausgewählten Quellen? Wie relevant sind sie für meine eigene Forschungsfrage?
    • Begriffsverständnis: Wie werden zentrale Begriffe und Konzepte definiert? Stimmen die Definitionen überein oder unterscheiden sie sich? 
    • Theoretische Grundlage: Auf welche Theorien, Modelle oder Frameworks stützen sich die Quellen? Welche Gemeinsamkeiten oder Unterschiede zeigen sich? 
    • Zentrale Erkenntnisse: Welche Ergebnisse oder Argumente finden sich in der Literatur? Wo stimmen die Quellen überein und wo widersprechen sie sich? 
    • Einordnung in den Forschungsstand: Welche Muster, Entwicklungen oder Forschungslücken lassen sich aus der Gesamtheit der Literatur erkennen? 
    • Limitationen: Welche Einschränkungen nennen die Quellen (z. B. Stichprobe, Untersuchungskontext oder Methodik)? Wie beeinflussen diese die Aussagekraft und Übertragbarkeit der bisherigen Forschung? 

Zur Unterstützung deiner kritischen Synthese stellen wir dir eine Template-Tabelle zur Bewertung deiner Literaturquellen zur Verfügung. Lade sie hier herunter. Wenn du diese Tabelle für jede zentrale Quelle ausfüllst, erkennst du schneller, wie Studien zusammenhängen, wo sie übereinstimmen oder auseinandergehen und wie jede Quelle zu deiner Argumentation im Forschungsstand beiträgt. 

Den Forschungsstand schreiben: Kernelemente und typische Stolperfallen

Bevor du mit dem Schreiben deines Forschungsstands beginnst, behalte diese Leitfrage im Kopf: Was zeigt die bisherige Forschung zu meinem Thema – und welche Fragen bleiben noch offen? 

Ein fundierter Forschungsstand umfasst typischerweise folgende Kernelemente: 

Scope und Fokus: Welche Themen, Fragestellungen oder Teilbereiche der bisherigen Forschung werden betrachtet?

Thematische Struktur: Gliedere den Forschungsstand nach Themen, Forschungssträngen oder Debatten – nicht nach einzelnen Autorinnen und Autoren. 

Kritische Synthese: Vergleiche Forschungsergebnisse, arbeite Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Widersprüche heraus und bewerte die Aussagekraft der Evidenz unter Berücksichtigung von Methodik, Stichproben und Limitationen.

Stand der Forschung: Zeige auf, welche Erkenntnisse gut belegt sind, wo unterschiedliche Ergebnisse vorliegen und welche Fragen bislang ungeklärt bleiben. 

Forschungslücke und Begründung: Leite aus der bisherigen Forschung nachvollziehbar ab, welche Lücke deine Arbeit schliesst und weshalb diese wissenschaftlich relevant ist. 

Überleitung: Schaffe einen logischen Übergang zum theoretischen Rahmen, zur Entwicklung von Hypothesen beziehungsweise theoriegeleiteten Annahmen und/oder zur Methodik.

Diese Elemente sorgen gemeinsam für einen klar strukturierten, kritisch reflektierten und wissenschaftlich fundierten Forschungsstand. 

Diese Punkte zeigen gemeinsam, wie wichtig Klarheit, Kohärenz und theoretischer Fokus sind. 

Do’s:
Don’ts:
• Gliedere den Forschungsstand nach Themen oder Forschungssträngen.
• Vergleiche Studien und arbeite Gemeinsamkeiten, Unterschiede sowie Widersprüche heraus.
• Ordne Ergebnisse kritisch ein und berücksichtige Methodik, Kontext und Limitationen.
• Zeige auf, was als gut belegt gilt und wo Uneinigkeit besteht.
• Leite eine konkrete Forschungslücke ab und begründe die Relevanz deiner Studie.
• Studien nacheinander zusammenfassen, ohne sie miteinander zu verknüpfen.
• Quellen oder Zitate aneinanderreihen, ohne ihre Relevanz zu erklären.
• Alle Studien als gleich aussagekräftig behandeln.
• Widersprüchliche Ergebnisse ignorieren.
• Den Forschungsstand mit einem allgemeinen Satz wie „Es besteht weiterer Forschungsbedarf“ beenden, ohne eine konkrete Forschungslücke aufzuzeigen.

Über eine klare Struktur hinaus sollte ein fundierter Forschungsstand die bisherige Forschung kritisch synthetisieren, Gemeinsamkeiten und Widersprüche herausarbeiten, die Aussagekraft der Evidenz bewerten und daraus eine nachvollziehbare Forschungslücke ableiten. 

Einen argumentationsgetriebenen Forschungsstand aufbauen 

Pro-Tipp: Betrachte jeden Abschnitt als eigenständige Argumentation: Formuliere zunächst eine Kernaussage, stütze sie mit wissenschaftlicher Evidenz, ordne die Ergebnisse kritisch ein und schliesse mit einer kurzen Schlussfolgerung ab. Am Ende des Kapitels leitest du daraus eine klare Forschungslücke ab und schaffst einen logischen Übergang zum theoretischen Rahmen und/oder zur Methodik.

Einleitungssatz eines Abschnitts (Kernaussage): Die bisherige Forschung zu [Thema] zeigt, dass [zentrale Erkenntnis], insbesondere im Kontext von [Kontext].“

Schlusssatz eines Abschnitts (Synthese): Die bisherigen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass [zentrale Schlussfolgerung]. Gleichzeitig bestehen weiterhin Uneinigkeit beziehungsweise Forschungslücken hinsichtlich [Aspekt], die unter anderem auf unterschiedliche methodische Ansätze oder Untersuchungskontexte zurückzuführen sind.“

Brücke von der Forschungslücke zur eigenen Studie (Kapitelende): Die bisherige Forschung verdeutlicht, dass [gesicherte Erkenntnisse]. Offen bleibt jedoch [konkrete Forschungslücke]. Diese Arbeit greift diese Forschungslücke auf und untersucht [Fokus der Arbeit].“

Die folgende Checkliste hilft dir als letzter Reality-Check, um zu prüfen, ob dein Forschungsstand wissenschaftlich fundiert und überzeugend aufgebaut ist. 

Checkliste für deinen Forschungsstand

Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Beispiel

Eine überzeugender Forschungsstand folgt einer klaren wissenschaftlichen Argumentation. Die folgende Übersicht zeigt, wie du die Kernelemente in drei aufeinander aufbauenden Schritten strukturieren kannst. 

Schritte Inhaltselemente Zweck
Schritt 1:
Scope festlegen und Forschungsfeld eingrenzen

Leitfrage: Welche Aspekte der bisherigen Forschung sind für meine Arbeit relevant?
  • Scope und thematische Abgrenzung festlegen
  • Ein- und Ausschlusskriterien erläutern (z. B. Zeitraum, Kontext oder Quellentypen)
  • Aufbau des Forschungsstands kurz vorstellen
Den Fokus festlegen und den Lesenden Orientierung geben.
Schritt 2:
Forschung kritisch synthetisieren

Leitfrage: Welche Muster, Gemeinsamkeiten und Widersprüche zeigen sich?
  • Studien nach Themen, Forschungssträngen oder Debatten strukturieren
  • Ergebnisse kritisch vergleichen und einordnen
  • Evidenz unter Berücksichtigung von Methodik, Kontext und Limitationen bewerten
  • Jeden Abschnitt mit einer kurzen Synthese abschliessen
Einzelne Studien zu einer schlüssigen wissenschaftlichen Argumentation zusammenführen.
Schritt 3:
Forschungslücke ableiten und überleiten

Leitfrage: Welche Fragen bleiben offen und welchen Beitrag leistet meine Arbeit?
  • Gesicherte Erkenntnisse und offene Fragen gegenüberstellen
  • Eine konkrete Forschungslücke begründen
  • Den Beitrag der eigenen Studie erläutern
  • Logisch zum theoretischen Rahmen und/oder zur Methodik überleiten
Die wissenschaftliche Relevanz der eigenen Arbeit nachvollziehbar begründen.

Nachfolgend findest du ein kompaktes Beispiel dafür, wie dieser Ablauf umgesetzt werden kann. 

Schritt 1: Scope festlegen und Forschungsfeld eingrenzen

Dieser Forschungsstand gibt einen Überblick über die bisherige Forschung zu Faktoren, die die fortgesetzte Nutzung von Online-Lernplattformen durch Studierende beeinflussen. Berücksichtigt werden peer-reviewte Studien, die zwischen [Jahr] und [Jahr] im Hochschulkontext veröffentlicht wurden. Der Forschungsstand ist in drei Themenbereiche gegliedert: (1) wahrgenommene Nützlichkeit und Lernergebnisse, (2) Benutzerfreundlichkeit und Nutzungserlebnis sowie (3) soziale und motivationale Faktoren.

Schritt 2: Forschung kritisch synthetisieren

Die bisherige Forschung zeigt übereinstimmend, dass die wahrgenommene Nützlichkeit mit einer stärkeren Verhaltensintention zur weiteren Nutzung von Online-Lernplattformen zusammenhängt, insbesondere wenn sie als Verbesserung der Lerneffizienz oder der Studienleistung verstanden wird (Autor X, Jahr; Autor Y, Jahr). Dieser Zusammenhang fällt jedoch nicht in allen Studien gleich stark aus. Während Autor A (Jahr) einen deutlichen positiven Effekt berichtet, findet Autor B (Jahr) nur einen schwachen oder nicht signifikanten Zusammenhang, sobald Benutzerfreundlichkeit und soziale Faktoren berücksichtigt werden. Diese Unterschiede lassen sich teilweise durch methodische Unterschiede erklären. Studien mit stärkeren Effekten basieren häufig auf selbstberichteten Lernergebnissen, während Untersuchungen mit objektiven Nutzungsdaten eher gemischte Ergebnisse zeigen. Zudem verwenden mehrere häufig zitierte Studien (Autor C, Jahr; Autor D, Jahr) Gelegenheitsstichproben aus einzelnen Lehrveranstaltungen, wodurch die Übertragbarkeit der Ergebnisse eingeschränkt ist. Insgesamt deutet die Evidenz darauf hin, dass die wahrgenommene Nützlichkeit ein wichtiger Einflussfaktor für die fortgesetzte Nutzung ist, ihre Bedeutung jedoch je nach Untersuchungskontext und Methodik variiert.

Schritt 3: Forschungslücke ableiten und überleiten

Die bisherige Forschung verdeutlicht, dass die wahrgenommene Nützlichkeit ein zentraler Einflussfaktor für die fortgesetzte Nutzung von Online-Lernplattformen ist. Bislang wurde jedoch nur selten untersucht, wie sich dieser Einfluss im Vergleich zu sozialen und motivationalen Faktoren innerhalb desselben Untersuchungskontexts verhält. Diese Forschungslücke begründet die Relevanz der vorliegenden Arbeit und bildet die Grundlage für die weitere Entwicklung der Forschungsfrage und Methodik.

Nach dem Schreiben deines Forschungsstands solltest du dich fragen: Könnte eine aussenstehende Person nachvollziehen, was in diesem Forschungsbereich bereits bekannt ist, welche offenen Fragen oder Kontroversen bestehen und warum deine Studie einen wissenschaftlichen Mehrwert leistet?

KI nutzen, um dein Literaturrecherche schneller zu schreiben

Auf KI möchten wir in diesem Zusammenhang nicht verzichten: KI-Tools können dich dabei unterstützen, Literatur thematisch zu strukturieren, Formulierungen zu verbessern und die wissenschaftliche Terminologie konsistent zu verwenden. Nachfolgend findest du einen sofort einsetzbaren KI-Mega-Prompt. Wichtig ist jedoch: KI liefert lediglich einen ersten Entwurf oder eine Orientierung. Die kritische Einordnung der Literatur, die Synthese der Forschungsergebnisse sowie die Ableitung einer fundierten Forschungslücke müssen von dir selbst vorgenommen werden.

KI-Mega-Prompt für einen überzeugenden Forschungsstand

Ich schreibe das Kapitel Forschungsstand meiner [Bachelorarbeit/Masterarbeit/Dissertation] im Fachgebiet [Fachgebiet]. Basierend auf den untenstehenden Informationen erstelle einen wissenschaftlich fundierten Forschungsstand, der die bestehende Literatur kritisch einordnet und synthetisiert. Strukturiere den Text nach Themen oder Forschungssträngen – nicht nach einzelnen Autorinnen und Autoren – und verwende einen objektiven wissenschaftlichen Schreibstil.

Anforderungen:

  • Behandle die Literatur als wissenschaftlichen Diskurs: Zeige auf, wo Studien übereinstimmen, sich widersprechen oder unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
  • Vergleiche und synthetisiere die Forschungsergebnisse, anstatt einzelne Studien nacheinander zusammenzufassen.
  • Ordne die Aussagekraft der Evidenz kritisch ein und berücksichtige dabei Methodik, Stichprobe, Untersuchungskontext und Limitationen.
  • Arbeite Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Forschungstrends und offene Fragen klar heraus.
  • Formuliere eine nachvollziehbare Forschungslücke, die sich logisch aus der bisherigen Forschung ergibt.
  • Schreibe in einem präzisen, wissenschaftlichen Stil mit klaren Übergängen zwischen den Abschnitten.

Struktur (bitte integrieren):

  1. Scope und Fokus des Forschungsstands
  2. Thematische Struktur nach Forschungssträngen oder Debatten
  3. Kritische Synthese der bisherigen Forschung
  4. Aktueller Stand der Forschung
  5. Forschungslücke und wissenschaftliche Begründung
  6. Logische Überleitung zur eigenen Studie beziehungsweise zum theoretischen Rahmen und/oder zur Methodik

Mein Thema und meine Quellen:

[Beschreibe hier dein Forschungsthema, deine Forschungsfrage und füge die wichtigsten Quellen mit einer kurzen Zusammenfassung ihrer zentralen Ergebnisse hinzu.]

KI sollte als Support-Tool genutzt werden, nicht als Ersatz für dein eigenes kritisches Denken. Überprüfe immer theoretische Aussagen und Referenzen, die KI generiert – Zitierfehler kommen häufig vor. Tools wie ClaudeChatGPT, Gemini und Perplexity können diesen Prompt gut verarbeiten, jeweils mit unterschiedlichen Stärken. Denk daran: Der Prompt gibt dir einen Startpunkt und Ideen – aber KI-Entwürfe sind nur Entwürfe. Deine Aufgabe ist es, den Text wirklich sauber zu schreiben und zu überarbeiten, sodass er deine Argumentation korrekt widerspiegelt.

Wenn du KI beim wissenschaftlichen Schreiben nutzt, achte darauf, die Vorgaben deiner Hochschule, Fachzeitschrift oder anderer relevanter Institutionen einzuhalten. Informiere dich vorab über die geltenden Richtlinien zur Nutzung und Offenlegung von KI, da diese je nach Institution unterschiedlich ausfallen können. Falls eine Offenlegung erforderlich ist, gib transparent an, in welchem Umfang KI dich unterstützt hat. Die wissenschaftliche Verantwortung bleibt jedoch jederzeit bei dir: Die kritische Bewertung der Literatur, die Analyse und Interpretation der Ergebnisse sowie alle Schlussfolgerungen müssen auf deinem eigenen, sorgfältig geprüften Urteil beruhen – nicht auf ungeprüft übernommenen KI-Inhalten.

Fazit

Ein fundierter Forschungsstand leistet weit mehr als eine Zusammenfassung bestehender Studien. Er ordnet die bisherige Forschung kritisch ein, arbeitet Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Forschungslücken heraus und zeigt, weshalb deine Arbeit einen wissenschaftlichen Mehrwert bietet. Indem du Forschungsergebnisse synthetisierst, die Aussagekraft der Evidenz kritisch bewertest und eine nachvollziehbare Forschungslücke ableitest, schaffst du die Grundlage für einen überzeugenden theoretischen Rahmen sowie eine fundierte Methodik.

Gleichzeitig stärkst du deine Fähigkeiten im kritischen Denken, wissenschaftlichen Argumentieren und akademischen Schreiben – Kompetenzen, die dich während deines gesamten Studiums und darüber hinaus begleiten. Unsere Guides zum Schreiben einer überzeugenden Einleitung, eines theoretischen Rahmens, einer Methodik, eines Ergebnis-Kapitels, einer Diskussion und eines aussagekräftigen Fazits geben dir praktische Schritt-für-Schritt-Anleitungen, damit du deine Arbeit kohärent zusammenführst.

Wenn du individuelles Feedback zu deinem Forschungsstand oder deiner gesamten Arbeit erhalten möchtest, buche ein Coaching-Gespräch oder reiche deine Arbeit hier ein, um ein professionelles wissenschaftliches Lektorat und Korrekturlesen zu erhalten.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Es gibt keine feste Länge. Orientiere dich an den Vorgaben deiner Hochschule und lege den Fokus auf eine kritische Synthese statt auf möglichst viele Quellen.

Nein, nicht zwingend. Der Forschungsstand kann vor oder nach dem theoretischen Rahmen dargestellt oder gemeinsam mit diesem in einem Kapitel behandelt werden. Welche Variante sinnvoll ist, hängt von den Vorgaben deiner Hochschule ab. Entscheidend ist, dass der Forschungsstand die bisherige Forschung kritisch einordnet und der theoretische Rahmen die Theorien und Konzepte festlegt, auf denen deine Arbeit aufbaut.

Strukturiere das Kapitel thematisch und erkläre, wie die Studien zusammenhängen und warum sie für deine Forschungsfrage relevant sind.

KI kann beim Strukturieren und Formulieren unterstützen. Die Analyse, Quellenprüfung und kritische Bewertung müssen jedoch von dir stammen und den Vorgaben deiner Hochschule entsprechen.

Im Forschungsstand vergleichst und bewertest du die bestehende Forschung. Im theoretischen Rahmen legst du Begriffe, Theorien und Modelle fest, auf denen deine Arbeit aufbaut.

Lektor:innen prüfen, ob der Forschungsstand logisch aufgebaut ist, Studien kritisch einordnet und eine klare Forschungslücke aufzeigt. Delta Lektorat unterstützt dich dabei, Struktur, Sprache und wissenschaftliche Argumentation gezielt zu verbessern.

Offenlegung: Dieser Artikel wurde von menschlichen Mitwirkenden erstellt. Generative KI-Tools wurden verwendet, um das Brainstorming, die Sprachverfeinerung und die strukturelle Bearbeitung zu unterstützen. Alle endgültigen Entscheidungen über Inhalte, Empfehlungen und akademische Erkenntnisse spiegeln das menschliche Urteilsvermögen und die Expertise wider.

Referenzen

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Swales, J. M., & Feak, C. B. (2012). Academic writing for graduate students: Essential tasks and skills (3rd ed.). University of Michigan Press.

ZHAW Library. (n.d.). Writing a literature review. Zurich University of Applied Sciences. https://www.zhaw.ch/en/library/writing-publishing/writing-a-literature-review

Dea ist Senior Researcherin und unterstützt Studierende dabei, sich sicher in der akademischen Welt zu bewegen. Sie erforscht, wie künstliche Intelligenz (KI) das wissenschaftliche Schreiben, Forschen und Lernen bereichern kann. Als Head of Partnerships bei Delta Lektorat leitet sie Kooperationen mit Universitäten, um akademische Exzellenz mit digitalen Innovationen zu verbinden. 

Bild von Dr. Meriton Ceka
Dr. Meriton Ceka

Meriton ist wissenschaftlicher Autor, Dozent und Forscher mit langjähriger Erfahrung in der Begleitung akademischer Arbeiten. Er unterstützt Studierende und Forschende beim strukturierten, klaren und überzeugenden Schreiben. Als Gründer von Delta Lektorat arbeitet er eng mit Hochschulen zusammen und fördert akademische Exzellenz durch professionelles Feedback und methodische Klarheit. 

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